20. Auf die andere Seite

Von Kaikoura aus sind wir immer weiter an der Küste lang schräg rüber nach Nelson. Hier machten wir erstmal zum Stadtbummel halt.

Nelson an sich hat uns nicht so sehr berührt, zumal man sagen muss, das jede Stadt hier irgendwie gleich ist. Die gleichen Läden, sehr touristisch und alles very very british. Selbst die Esskultur ist britisch. In den Supermärkten gibt es ganze Reihen von Toastbrot und Weißbrot und haufenweise Würstchen. Rauchen und Trinken wird hier verpöhnt, aber alle 500m gibt es hier Mc Donalds, Burger King und Subway. Für die, die mal Abwechslung haben wollen, gibt es dann an Jeder Ecke private Fish and Chips Buden. Für richtig Fisch oder Pasta muss man dann aber auch gleich 3x so viele Dollars zücken.

Sehr touristisch sind hier auch die ganzen Sehenswürdigkeiten. Für manche muss man bezahlen und die Meisten überfüllt bis zum geht nicht mehr. Die Landschaft verliert ihren Reiz und selbst der kostenlose Glühwürmchenpfad im Wald, den man unbedingt nach 10 Uhr besuchen soll, weil sie da ja alle Leuchten, ist auch eher skuril, wenn vorher noch ein Bus mit 100 Chinesen aussteigt und man in tiefster Dunkelheit in einer Menschenhorde steht und sich Glühwürmchen anguckt, die aussehen, als wären es im Gebüsch verteilte LEDs. Das ist jetzt alles ein bisschen überspitzt und es gibt hier auch ruhigere Ecken, aber ich will mal die Illusion vom Ende der Welt nehmen. Mein Tip, nicht da hin fahren, wo Alle hinfahren. Oft wird man auch gedrängt hier, sich dies anzugucken und das, und da ist amazing und dort ist wonderful und hier is so lovely. Zum angucken ist es dann auch nett, aber das wars dann auch.

So genug gemeckert, nach dem Stadtbummel in Nelson wurden uns tatsächlich 2 regenfreie Tage auf nem schönen Campingplatz am Meer geschenkt

Ein Rochen wird gerettet, wurde aus Versehen geangelt
Angeln in Reih und Glied

Der Plan war eigentlich, weiter Richtung Abel Tasman zu fahren und die Umgebung zu erkunden, denn da sollte es ja auch beautiful beaches geben. Was kam war wieder sintflutartiger Regen und der sollte auch die nächsten Tage so weiter gehen. Jetzt ist Schluss mit lustig,  auf halber Strecke machten wir kehrt und beschlossen, jetzt endgültig Richtung Picton zu fahren. Denn das blöde ist, man kann nichts machen, weder wandern, noch gescheite Fotos, noch sonstwas. Und was bringt es, den Sprit zu verfahren für nix. Kurz vor Picton übernachteten wir auf einem süssen Campground, den wir aber wegen des Regens auch nicht wirklich genießen konnten.

Mis amigos…😆, la cucaracha, auch hier wieder riesengroß, sehen aber hier durch die braunfärbung ganz hübsch aus

Hier noch einige Eindrücke beim Fahren, ich weiß zum Teil nicht mehr wo was war, einfach mal anschauen 😊

Ohne Worte
Mitten am Highway 😆

Viele Baustellen am Highway 1 nach Picton von Kaikoura
Die Strasse war wegen eines Erdbebens lange unbefahrbar

Auch sehr zu empfehlen ist die Strasse von Havelock nach Picton , den sogenannten Queen Charlotte Drive. Sehr ruhig, mit tollen Aussichtspunkten

In Picton hatten wir das Glück am gleichen Tag noch ein Ticket für die Fähre zu bekommen. 3,5 Stunden dauert die Überfahrt auf die Nordinsel

😎

Dann schauen wir mal, was das Wetter drüben so macht…🐍

4 Antworten auf „20. Auf die andere Seite“

  1. Hallo Anika,
    kein Pottwalgucken in Kaikoura?

    Dein letzter Bericht liest sich eher etwas gefrustet. Bin gespannt, wie es euch auf der Nordinsel ergeht. Da gibt es ja auch traumhafte Gegenden. Und hoffentlich etwas weniger Wasser, zumindest von oben. Unser Kaffee rückt immer näher. Eines ist dann schon mal sicher- getrunken wird auf der Nordinsel 😀. Habt weiterhin eine gute Fahrt, liebe Grüße aus der Heimat!!

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